Dominikanische Republik / Haiti: Nachrichten zum Thema Coronavirus

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Kreuzfahrtschiff darf nicht nach Samaná

Santa Barbara de Samaná.- Am Dienstag lief ein Kreuzfahrtschiff in die Bucht von Samaná ein, durfte jedoch nicht ankern. Der Grund: An Bord des Schiffes soll sich ein Passagier befinden, der verdächtige Symptome einer Infektion aufweist, die der einer Covid-19 Infektion ähnelt. Aus diesem Grund kam ein Erlass von Gesundheitsminister Victor Gomez Casanova, darin wurde verboten, dass dieses Schiff in Samaná anlegt. Dieses kam von der Insel Jamaika und hatte zuvor in Häfen von Mexiko, Belize und anderen Orten geankert. Bei dem Schiff handelt es sich um eines der Schifffahrtsagentur AIDA. 

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Anordnung des Gesundheitsministeriums

Pro consumidor fordert Apotheker auf, entsprechende Vorräte bereit zu halten

Santo Domingo.- Die Verbraucherschutzorganisation der Dominikanischen Republik fordert die Apotheker auf, wegen des Coronavirus Alarms, entsprechende Medikamente und Materialien für Patienten in entsprechenden Mengen bereit zu halten. Hierzu zählen: Handschuhe, Halbmasken, Desinfektionsmittel, Vitamin C, antigrippale Medikamente und Fieberthermometer. Ebenso sagt Anina del Castillo, Direktorin von Pro consumidor, dass Maßnahmen ergriffen werden sollen, die Preisspekulationen dieser Produkte verhindern und nur übliche Mengen an Patienten abgegeben werden sollen, Hamsterkäufe sollen vermieden werden. 

Um eine Preisspekulation zu verhindern, müssen Apotheker nachweisen, zu welchem Preis sie oben genannte Produkte in der Zeit vom 15. Januar bis 1. März 2020 eingekauft haben. Es soll keine Preisregulierung geben, man bittet aber die Händler und Lieferanten um eine respektvolle Ausübung der Handelsrechte. Zusätzlich ermahnen die Verbraucherschützer die Bevölkerung, sich über die Situation weiter informiert zu halten und sich streng an die Empfehlungen des Gesundheitsministeriums zu halten. 

 

Coronavirus löst immer mehr Hysterie im Land aus

Santo Domingo.- Immer mehr Menschen zeigen Angst, bis hin zur Hysterie, vor einer Infektion mit dem Coronavirus. Dies zeigt sich im übertriebenen Kauf von Produkten (Hamsterkäufe) bis hin zu einem Verstoß gegen die Schulpflicht. Aus Angst, das Kind könne sich in der Schule infizieren, lassen Eltern die Kinder nicht mehr zur Schule. Diese Angst hat begonnen, als am vergangenen Sonntag über den ersten Fall einer Infektion mit dem Coronavirus berichtet wurde. 

Seit diesem Tag hat der Kauf von Halbmasken, Vitaminen und Desinfektionsmitteln stark zugenommen. Ebenfalls hat sich das Transportverhalten geändert, viele Personen ziehen es vor mit einem Taxi zu fahren, statt den öffentlichen Personentransport zu wählen. Hier befürchtet man eine höhere Infektionsgefahr. Gesundheitsminister Cardenas will die Bevölkerung beruhigen und ermahnt dazu, die Hygiene aufrecht zu halten, dies jedoch ohne Übertreibung. Ebenso soll man sich nicht an Gerüchten orientieren, welche in sozialen Netzwerken verbreitet werden, nur um mehr Unruhe unter den Menschen zu schaffen. 

 

Gesundheitsministerium überwacht 40 Personen

Santo Domingo.- Der erste Fall einer Coronavirus Infektion fiel auf einen Touristen aus Italien, dieser kam am 22. Februar ins Land und hielt sich im Hotel Viva Wyndham Dominicus in Bayahibe auf. Als sich zwei Tage nach seiner Ankunft Symptome einer grippalen Infektion zeigten, wurde der Tourist in das Militärhospital in San Isidro (Santo Domingo) verlegt. 

Die Gesundheitsbehörde hat nun geprüft, mit wem der Urlauber Kontakt hatte und diese Personen identifiziert. Diese stehen seither unter Beobachtung. Bisher zeigten sich keine neuen Infektionsfälle. 

Ein Kind, welches mit Symptomen einer Coronavirus Infektion in das Kinderkrankenhaus Robert Raid Cabral eingeliefert wurde, wurde negativ auf den Virus getestet. 

 

Haitis Regierung dementiert positiven Fall von COVID-19

Puerto Principe.- In den sozialen Netzwerken verbreitete sich seit Freitag schnell die Meldung über eine Coronavirus Infektion in Haiti. Dies wurde heute vom Staatssekretär für Kommunikation, Eddy Jackson Alexis, dementiert. Bis jetzt habe man keine positiven COVID-19 Fälle in Haiti, so Alexis. Angeblich sei ein Funktionär, der nicht identifiziert werden wollte, in ein Hospital in Hinche eingeliefert worden. Der Politiker soll Atemwegsprobleme haben, eine Infektion mit dem Coronavirus ist nicht nachgewiesen. 

Das haitianische Gesundheitsministerium wiederholte, dass man an allen Flughäfen des Landes die notwendigen Sicherheitsprotokolle anwende und dass es mobile medizinische Einheiten gebe die ein schnelles Eingreifen ermöglichen, wenn es zu einem positiven Fall kommen sollte. 

Videobericht zum Kreuzfahrtschiff in der Bucht von Samaná: https://youtu.be/ciJP887b9tQ?fbclid=IwAR2KVEv2ZJQXKyGm346xNcd0ME3DQeznvYG-zatAeVFAGwg2DfGlrfRxM6k

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