Santo Domingo.- Die Hotelindustrie der Dominikanischen Republik zeigt sich besorgt, seit Samstag kehren an einigen Stränden die Braunalgen (Sargassum) zurück. Das Titelfoto wurde am Samstag am Strand von Guayacanes aufgenommen (kurz vor Juan Folio). Neben der Tourismusindustrie zeigen sich auch die Fischer besorgt, in den letzten drei Tagen kommen mehr Algen an die Südküste des Landes.
Die letzte große Plage mit Braunalgen trat 2015 auf. In Mexiko und fast allen Karibikstaaten litt man unter den Braunalgen. 2015 wurde die Plage mit dem Sargassum durch Tropensturm Erika beendet, welche viel Regen brachte und die Algen wegspülte. Ob sich die Plage aus 2015 wiederholt, wieder massiv Braunalgen die Strände im Osten und Süden verunreinigen, kann man jetzt noch nicht vorhersagen. Eine deutliche Vermehrung gibt es seit drei Tagen.
Die Qualität der Strände, vor allem aus Sicht der Touristen, leidet erheblich. Teils kommt man nicht ins Meer und dort will auch keiner mehr Schwimmen, hinzu kommt ein unangenehmer Geruch, der von den vertrockneten Braunalgen abgegeben wird. Man hofft, dass man mit einer schwimmenden Schranke die Braunalgen abhalten kann, das System ist jedoch nicht sehr preiswert. Ein UV-beständiger und gegen Meerwasser unempfindlicher Plastikschlauch wird vor der Küste verankert, an ihm ist ein Netz verankert, welches ca. 40 cm tief ins Wasser eintaucht. So wird das Sargassum davon abgehalten, an den Strand gespült zu werden.