Dominikanische Republik: 3 Jahre Regierung Medina

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Santo Domingo.- Der Endspurt in der Regierungszeit unter Danilo Medina hat begonnen. In drei Jahren schaffte das Staatsoberhaupt mehr als viele erwartet hatten von dem vorher eher unscheinbaren Politiker. Bei seiner Rede zum Volk nahm Medina nun Stellung zu verschiedenen Themen, allerdings vermied er das brennend heiße Thema der anstehenden Deportation von tausenden Haitianern.

Medina erinnerte daran dass bei seinem Amtsantritt eine internationale Krise schwer die Wirtschaft beeinträchtigte, kaum jemand glaubte daran dass er dieses feindliche Umfeld überleben würde. Vor allem hatte Medina beim Amtsantritt einen Koffer voller unbezahlter Rechnungen im Regierungspalast vorgefunden, die Nachlassenschaft vom Vorgänger Leonel Fernandez. Medina schaffte etwas, was sonst nur China gelang: Ein Wirtschaftswachstum von 7%.

Ein weiteres Ziel, was sich bisher als erfüllt darstellt, ist die Schaffung von 100.000 neuen Arbeitsplätzen pro Jahr. Erfüllt, so zumindest aus der Sicht von Medina, stellt sich der Kampf gegen die Armut im Lande dar und die Schaffung von mehr sozialer Gerechtigkeit. Die Zahlenspiele sind undurchschaubar. Von außen betrachtet gibt es mehr Armut, eine steigende Mittelklasse die sich eher der Armut nähert als dem Reichtum. Andererseits rechnet die Präsidentschaft vor dass man mehr als eine halbe Million Menschen aus der Armutsklasse geholt habe.

Medina nahm auch Stellung zur Änderung der Verfassung. Er habe weder die Aktionen hierzu angeregt noch gebremst, so betont der Präsident sein Verhalten. Nun ist der Rahmen geschaffen, die Wiederwahl ist machbar. Jetzt beginnt auch Medina mit dem Wahlkampf und bat das Volk darum ihm die Möglichkeit zu geben noch einmal zu amtieren und den eingeleiteten Weg des Erfolges weiterzuführen. Man habe gezeigt dass sich seine Reformen und Pläne realisierbar sind und nun sagt Medina: 8 Jahre und nicht mehr.

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