Februar, es ist der Monat des Karnevals in der Dominikanischen Republik. Jeden Sonntag gibt es in verschiedenen Provinzen des Landes Umzüge. Im ganzen Land wird gefeiert, allerdings sehr unterschiedlich. Dies erkennt man direkt an den sehr unterschiedlichen Kostümen.
Eindeutig hat der Karneval afrikanische Einflüsse, doch Historiker verzeichnen die erste Präsenz in den Aufzeichnungen des Bruders Bartolomé de las Casas in La Vega aus dem Jahr 1520. Schon in der Kolonialzeit zogen nach den Notizen des Bruders Mauren und Christen verkleidet durch die Straßen. In den folgenden 100 Jahren gab es eine Ausbreitung im ganzen Land, verbunden mit einer Evolution, dass der Karneval zu einem kreolischen Fest wurde.
Im Februar startet man den Karneval in La Vega, Santiago, Bonao und Cotui. Vor allem im Cibao wird der Karneval zelebriert, es ist das Zentrum dieser kulturellen Tradition. Ab dem ersten Wochenende verzeichnet man einen starken Zustrom von Besuchern, sie alle begeistern sich für die Umzüge, dank eines abwechslungsreichen Programms mit anschließenden Konzerten.
Im vergangenen Jahr dominierte die Farbe Gelb, denn die Biermarke Brahma war der landesweite Sponsor bei karnevalistischen Veranstaltungen. In diesem Jahr ist alles Grün, Presidente unterstützt im Februar mehr als 100 Veranstaltungen im ganzen Land. In der „Presidente Höhle“ in La Vega, die immer für das Publikum geöffnet ist, trifft man die Künstler, die an diesem Tag auftreten. In sozialen Netzwerken kann man Infos bekommen unter #ElCarnavalNoTeVaASoltar. Presidente Karneval wird man in jeder Ecke des Landes antreffen.
Wenn man von Karnevals – Tourismus reden kann, dann hier. Keine andere Karnevalshochburg wird so stark besucht wie La Vega. Hier gibt es 150 Gruppen, 25 Höhlen, rund 2.500 hinkende Teufel (Diablos Cojuelos), das Markenzeichen des Karnevals. Neu seit 2018 ist in La Vega die Zone „No vejigas“. Von der Presidente – Zone bis zur Höhle Los Pinatas sind vor allem weibliche Besucher und ihre Hinterteile sicher. Es ist ein volkstümlicher Brauch mit prall gefüllten Schweinsblasen (in der Neuzeit gibt es auch Ballons aus anderen Materialien) auf das Gesäß von Besuchern zu schlagen, um diese zu erschrecken. Das ist manchmal sehr schmerzhaft, darum führte man jetzt diese Zone ein. Die Konzerte beginnen in La Vega um 15 Uhr, enden um 18.30 Uhr. Am ersten Sonntag werden hier Frank Reyes, Vakeró, Rubby Perez, Miriam Cruz und Lira Shaw auftreten.
Die Traditionsgruppe von Bonao sind die Macaraos und die „Hombres de barro“ (Männer des Schlamms). Einer der größten Förderer des Karnevals dieser Stadt war der verstorbene Maler Cándido Bidó. Karneval feiert man vom ersten Sonntag im Februar bis zum zweiten Wochenende im März. Die Umzüge starten um 14 Uhr, enden mit einem großen Konzert im Parque Duarte. Hier treten Rubby Perez, Chimbala & Super Nuevo und Davicito Koda auf, animiert von Yoryi Castillo, Julio Clemente und Super Pana.
In der Stadt der Herzen, der Hauptstadt des Cibao, Santiago de los Caballeros, findet der Karneval in der Av. Las Carreras und rund um das Monumental statt. Hier präsentieren sich die „bravos Lechones“ mit ihren langen Stöcken und starken Peitschen. Hier gibt es ebenfalls einzigartige Karnevalsgruppen, typisch für Santiago. Am ersten Sonntag treten hie beim Konzert die Künstler Musicólogo, El Mayor Clasico und Luis Miguel auf. Die Umzüge beginnen um 15 Uhr. Die große Galaveranstaltung findet statt im Amphitheater des Stadtpalastes.
Die Traditionsgruppe von Cotui sind die „Platanuses“, ihre Kostüme bestehen aus Platanoblättern, dann gibt es die „Papeluses“, deren Verkleidung aus Papier besteht sowie die „Funduses“, Kostüme aus Tüten. Hier beginnen die Paraden um 14 Uhr, sie starten am Parque Duarte und enden am Parque Indio Cotoi. Am letzten Sonntag im Februar findet der große Umzug mit der Vereinigung der Karnevalisten statt, die besten Gruppen anderer Provinzen ziehen dann gemeinsam mit den Gruppen aus Cotui durch die Straßen.