
Santo Domingo.- Stromausfälle (apagones) gehören zum Alltag in der Dominikanischen Republik. Selbst wenn weite Teile des Landes betroffen sind so hat man sich daran gewöhnt. Doch in der Nacht von Samstag auf Sonntag gab es dann einen Black out, zeitweise war das ganze Land ohne Strom. Dieses Ereignis sorgte dann in den sozialen Netzwerken für wilde Spekulationen, denn lange gab es keine öffentliche Stellungnahme zu dem Totalausfall.
In dem Kraftwerk Haina Gas gab es eine Explosion, in den Kraftwerken Quisqueya I und Quisqueya II gab es Havarien. Viele gingen von einer Sabotage aus, einem Anschlag. Andere hielten den Stromausfall nur für eine Strategie um Geld zu sparen. Bei Twitter fand man eine erste Stellungnahme des Geschäftsführers vom Dominikanischen Roten Kreuz. Roberto Lebron teilte über sein Account mit dass man an der Lösung des Problems arbeite.
In den sozialen Netzwerken jedenfalls schießen Vermutungen ins Uferlose. Einige gehen davon aus dass es sich um eine „Probe“ handele für den 16. Mai im kommenden Jahr, totaler Stromausfall am Wahltag. Wieder andere halten es für eine Taktik der PLD (Regierungspartei) dass man mit dem Black Out vom Thema der Wiederwahl Medinas ablenken wolle. Momentan spaltet der Vorschlag einer Gesetzesänderung nicht nur die PLD sondern auch die Nation. Andere machen der Regierung den Vorwurf dass man erst die Wälder des Landes und nun die Kraftwerke des Landes abbrennen lässt.
Bisher steht fest dass um 18 Uhr eine Explosion bei Haina Gas stattfand und um 22.30 Uhr die Havarien in den beiden anderen Kraftwerken hinzukam, seither war das Land ohne Strom. Jedoch haben Techniker wohl in der Nacht hart gearbeitet, der Strom ist in einigen Teilen des Landes zurückgekehrt. Die einzig offizielle Meldung bisher von der CDEEE lautet: Das nationale elektrische System hat eine generelle Störung, unsere Techniker suchen nach der Ursache und werden die Fehler beheben.