Santo Domingo.- Sie gehören zum Ausflug zur Insel Saona: die Seesterne. Nicht ein Ausflugsunternehmen verzichtet auf den Aufenthalt im Naturschwimmbecken vor der Insel Saona. Hier findet man zahlreiche Seesternem des Typs „Giant Red Cushion Starfish“. Meist warnen die Reiseleiter davor, man solle sie nicht anfassen, schon gar nicht aus dem Wasser heben.
Kein Reiseleiter will jedoch als Paragraphenreiter auffallen, also lässt man die Touristen gewähren: das Ausflugsfoto mit dem Seestern in der Hand ist eine Selbstverständlichkeit. Reiseleiter weisen zwar oft darauf hin dass man die Seesterne nicht aus dem Wasser nehmen soll, doch niemand will sich bei seinen Ausflüglern unbeliebt machen, darum gibt es keine Ermahnungen wenn die Ausflugsteilnehmer Jagd auf die roten Seesterne machen und diese wie eine Trophäe gen Himmel halten.
Die meisten Touristen sind sich gar nicht bewusst, dass sie damit dem Tier den sicheren Tod bringen. Nur wenig Zeit an der Luft reichen aus um den Seestern zu töten. Die Folge dieser Schandtat zeigt sich jetzt, die Population der Tiere ist drastisch gesunken, Zwar sind die Seesterne nicht vom Aussterben bedroht, doch ihr Bestand gibt Grund zur Besorgnis.
Das Umweltministerium hat daher im November einen Erlass herausgegeben der das Herausheben der Seesterne aus dem Wasser strikt untersagt. Die Tatsache, dass man dieses Urteil kaum bekannt gibt und dass nach wie vor alle Touristen auf ihrem Ausflug nach Saona die Seesterne in die Luft halten zeigt: wieder ein Gesetz, wieder keine Kontrollen. Weiter geht es mit der Gewohnheit: das hat man schon immer so gemacht.