Dominikanische Republik: Die Umweltverseuchung in Haina geht weiter

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Bakos de Haina.- Nur 10 Kilometer von Santo Domingo befindet sich ein Ort, der als Tschernobyl der Dominikanischen Republik bezeichnet wird, ein Ort, der regelmäßig in eden Top 10 Listen der verseuchtesten Regionen der Welt auftritt. Der größte Umweltsünder war die Batterierecyclingfirma MetaloXsa Lead – Battery Recycling. Auf einer Fläche von 0,45 Hektar, nur 300 Meter von der Bucht von Haina entfernt, wurden Batterien entsorgt, statt erneuert. Das kontaminierte Erdreich und Gifte in der Bucht haben die Bewohner krank gemacht.

Die Firma machte dicht, aber wir befinden uns in der Dominikanischen Republik. Während eine Firma schließt, man so kaum Jemanden haftbar machen kann, macht eine neue Firma auf. Die gleichen Leute, das gleiche Verbrechen, nur ein neuer Standort. Diesmal recycelt das Unternehmen VERI S.A. Batterien aller Art. Der Standort ist innerhalb einer Freihandelszone, Schadstoffmessungen liegen teils mehr als das 2.000 fache über dem gesetzlich zugelassenen Maximalwert.

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Das Umweltministerium hat es dennoch nicht für nötig gehalten, hier einzuschreiten. Darum fordern nun Vertreter von 6 verschiedenen Organisationen die Schließung des Unternehmens. Im August hatte man Messungen durchgeführt, die Bleibelastung pro Kubikmeter Luft lag am Tag bei 38 Mikrogramm, in der Nacht steig der Wert auf 49 Mikrogramm an. Das sind 3.267 % mehr als der autorisierte Wert, der bei 1,5 Mikrogramm liegt.

Metaloxsa wurde 1997 geschlossen, tausende Kubikmeter verseuchten Erdreichs wurden beseitigt. Die Umweltbelastung jedoch wurde höher. Neben der Batterierecycling Anlage, die nur mit anderem Namen in der Nähe des alten Standortes weiter arbeitet, kommen andere Umweltsünder hinzu. Metallverarbeitende Betriebe, Pharmaunternehmen und vor allem Kraftwerke (hier wird mehr als 50 % der landesweit benötigten Energie hergestellt) schaden der Natur und Umwelt. Die dicht besiedelte Region der Karibik produziert dazu noch Unmengen von Müll, dieser wird eher unkontrolliert in Deponien gesammelt, unter freiem Himmel, ohne besonderen Schutz des Erdreiches. So gelangen Schadstoffe in die Erde und das Grundwasser. Müllverbrennung, ebenfalls unkontrolliert, produziert weitere giftige Gase. Von mehr als 80 verschiedenen Schadstoffen sind in Haina 65 als hochgiftig eingestuft.

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Die Bevölkerung leidet unter diversen Krankheiten, bleibende Schäden und Krebserkrankungen sind Normalität in dieser Region. Mehr zu dem Thema findet man ins alten Berichten und Ergebnissen, siehe Liste der Links. Unverständlich, dass man aus der Vergangenheit nicht gelernt hat und im Gegenteil, schlimmer als je zuvor, mit der Umweltverschmutzung fortfährt.

Die größten Umweltkatastrophen: Bajos de Haina unter den Top 10 = Tschernobyl der DomRep:

https://www.t-online.de/leben/id_73105008/die-groessten-umweltkatastrophen-der-geschichte.html

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/schmutzige-orte-3-bajos-de-haina-dominikanische-republik-a-443481.html

http://haltenraum.com/article/bajos-de-haina

https://steemit.com/deutsch/@followmikecee/warnung-haina—eine-der-schmutzigste-stdte-auf-der-welt–umwelt-und-natur-in-der-dominikanischen-republik

http://perlistige.com/article/bajos-de-haina

http://www.schattenblick.de/infopool/umwelt/internat/uilt0127.html

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