Santo Domingo.- Das Gesundheitsministerium der Dominikanischen Republik gab in seinem Bulletin 40 dieses Jahr bekannt, dass bereits 97 Menschen an Dengue im Land gestorben sind. Im Vergleich zu den letzten 5 Jahren ist die Sterberate damit um 294% gestiegen. In den letzten 4 Wochen registrierte man 743 neue (vermutliche) Patienten mit Dengueinfektion, damit erhöht sich die Zahl für das gesamte Jahr auf 2.624 Fälle.
In den Wochen 37-40 gab es die meisten Infektionen in den Provinzen Santo Domingo, Nationaler Distrikt, Azua, Espaillat, La Vega, Hermanas Mirabal, San Cristobal, Sanchez Ramirez, Santiago und Monte Plata. Die Niederschläge in den vergangenen Wochen haben die Vermehrung der Moskitos (Aedes aegypti) gefördert.
Die hohe Sterberate führt dazu dass die Letalität von Dengue nun bei 1,1% liegt. Besonders gefährdet sind Kleinkinder, Alte und Schwangere. Dieser Personenkreis verfügt meist über ein empfindlicheres Abwehrsystem. Die Todesfälle des letzten Monats betrafen Babys im Alter von 9 und 12 Monaten.
Im Hospital Robert Reid sind zur Zeit 66 Kinder mit Dengue interniert, 26 von ihnen, teils auch wegen Platzmangels, sind auf der Intensivstation untergebracht. Andere Krankenhäuser melden ebenfalls einen Anstieg von Zugängen der Patienten mit Dengue-Infektion. In einigen Hospitälern ist die Aufnahmekapazität schon überschritten, man kann Patienten erst nach vielen Stunden der Wartezeit behandeln.