Las Terrenas.- Man redet gern in der Region von Ökotourismus. Ganz in der Nähe hat man den Naturschutzpark Los Haitises, die wunderschönen Wasserfälle von El Limon, jetzt (Januar – März) kann man mit etwas Glück von der Küste aus Wale beobachten. Zudem hat man mit die schönsten Strände an der Nordküste der Dominikanischen Republik und das Flair des einst kleinen Fischerdorfes lockt viele Touristen an.
Wie jedoch werden diese in den vergangenen Wochen und Monaten begrüßt? Nein, weder mit Leuchtfeuer noch mit einem Feuerwerk, mit stinkendem Qualm! Dieser ist nicht nur unangenehm wegen des Geruchs, er ist gesundheitsschädigend! Die dicken Rauchschwaden, die stammen nämlich von der Müllhalde der Stadt. Diese steht einmal mehr in Flammen, die Feuer verbrennen Kunststoffe, Plastik und viele Dinge mehr, es werden Giftstoffe freigesetzt.
Während Touristen nur eine kurze Zeit vor Ort sind und sich sicher nicht animiert fühlen noch einmal wieder zu kommen, sind die Bewohner Tag um Tag betroffen. Männer und Frauen, vor allem aber Kinder und Ältere leiden erheblich unter den Giftschwaden die vor allem gegen Abend über die kleine Stadt Las Terrenas ziehen. Mehr und mehr Bewohner klagen über ein Kratzen in der Kehle, haben Atembeschwerden, Husten und Ausschlag.
Und die Autoritäten? Das Bürgermeisteramt will das Problem offensichtlich aussitzen. Es tut sich nichts. Hilfe von weiter oben? Regierungspräsident Danilo Medina versprach zuletzt im Jahr 2016 Hilfe. Dennoch kommt es nach wie vor immer wieder zu Bränden auf der Mülldeponie. Nun versucht die Bevölkerung mobil zu machen. Protestmärsche und eine Facebookseite sollen nun auf die Probleme aufmerksamer machen, die Verantwortlichen endlich zum Handeln bringen.