Dominikanische Republik: Kirche übt Kritik an Sicherheit uvm.

Kirchendemo 2

Santo Domingo.- Das Osterfest hat natürlich auch mit der Katholischen Kirche zu tun. Diese hat in der Dominikanischen Republik ein nicht zu unterschätzendes Mitspracherecht in der Politik. In viele politische Aktionen und Entscheidungen mischt sich die Kirche gerne mit ein. So gab es auch bei den diesjährigen Predigten einige Kritik in Richtung Regierung.

Die Hauptkritik der Katholischen Kirche richtet sich zu den Themen Kriminalität, Korruption und die Niedriglöhne, welche Arbeiter hier im Land erhalten. In der ersten Kathedrale des Landes in Santo Domingo, wurde deutlich gemacht, dass man hier im Land nicht in einem Film lebt, es ist traurige Realität.

Im Sinne der Kirche reicht es nicht aus, wenn man politische Willenskraft hat um ein irdisches Paradies aufzubauen, es muss auf sozialem, politischen und religiösen Niveau auch umgesetzt werden. Die Kirche kritisierte weiter, dass das Volk ein hohes Unsicherheitsgefühl erlebt und Mütter Angst haben ihre Kinder außer Haus zu lassen.

Das erste Wort der Kirche: Vater verzeihe, denn sie wissen nicht was sie tun!

Wissen die Beauftragten für die Sicherheit im Land nicht, dass ihre Kinder Teil des Volkes sind? Das auf der Straße, die sie mit Leibwächtern und gepanzerten Fahrzeugen nutzen, auch ihre Enkelkinder sind? Dass diese mit Drogen konfrontiert werden? Dass Waffen wie Messer und Pistolen, in den Händen von Betrunkenen und Dieben sind, die an jeder Ecke eine tödliche Gefahr bedeuten? Ist es vielleicht ein Film? Nein, das Blut was hier auf den Straßen fließt, es ist echt.

Das zweite Wort der Kirche: Heute wirst Du mit mir im Paradies sein.

Das dritte Wort: Mutter, hier hast Du Deinen Sohn! Sohn, hier hast Du Deine Mutter.

Auch hier, wie zu vielen weiteren Worten und Zitaten aus der Bibel, kommt schmerzliche Kritik. Im Grunde dreht es sich immer wieder um das Thema Sicherheit und die Gefahr der Kriminalität, dem Übel Korruption.

Man kann sich die weiteren Übersetzungen ersparen, so wie sich die zuständigen Personen auch ersparen, darauf zu reagieren.

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