Dominikanische Republik: Kraftwerk Punta Catalina wegen Störungen abgeschaltet

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Santo Domingo.- Es sollte das Kraftwerk sein, welches die Dominikanische Republik aus der Misere der Apagones (Stromsperren) führt, Punta Catalina. Man sprach von einem modernen Kraftwerk mit insgesamt über 600 Megawatt an Leistung. Inwieweit ein Kohlekraftwerk noch modern sein kann, sei einmal dahingestellt. 

Das Kraftwerk ist bislang nicht nur mehr als doppelt so teuer geworden, es ist auch nicht termingerecht fertig geworden und bisher lief nur das 1. Kraftwerk. Korruptionsskandale begleiten das Kraftwerk von Anfang an, Pannen gibt es seit der Einweihung. Hinzu kommen Proteste der Arbeiter, die ihre Zusatzzahlungen nicht bekommen und schon in Streik gingen. Pleiten, Pech und Pannen, so geht es nun auch weiter. Wegen starker Vibrationen der Turbine wurde das Kraftwerk abgeschaltet, Blackouts im nationalen elektrischen System sind die Folge. 

Bereits am 28. März gab es die ersten Störungen, der versprochene Start musste verschoben werden. Es wurden immer mehr Zahlungen fällig, die Bauzeit verzögerte sich und die Öffentlichkeit wird nicht informiert über die wirklichen Probleme, welche immer wieder auftreten. Es ist nach Angaben der CDEEE nicht vor 12 Tagen mit einer neuen Einschaltung des Kraftwerkes zu rechnen. Man spricht mittlerweile davon, dass man akzeptieren muss, dass beim Bau und der Montage von großem Pfusch gesprochen werden kann. Zudem wurde nach dem Start des Kraftwerks offensichtlich eine notwendige Synchronisation nicht durchgeführt, das führte zu Stromschwankungen und weiteren Schäden im System der Stromerzeugung. 

Der Kauf der beiden Kohle Kraftwerke und des dafür benötigten Landes war der teuerste Erwerb des Staates im Energiesektor. Das Kraftwerk auf privaten Böden zu errichten, zudem im bevölkerungsdichtesten Gebiet des Landes, ist ein Regierungsirrtum, den das Volk teuer bezahlen wird. Damit nicht genug. Man versprach den Menschen eine Vergünstigung des Stromtarifes, das Ende der Apagones. Ruben Bichara, Vizepräsident der CDEEE, kann diese Versprechen nicht mehr halten. Das Bauwerk wurde zu teuer. Ein günstigerer Strompreis ist nicht zu erwarten, zudem sorgen die Störfälle nicht zu einer Verbesserung der Stromversorgung. 

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