
Santo Domingo.- Seit Montag tobt es in La Vega. Hier hat eine Organisation zu einem 48stündigen Streik aufgerufen. Streik in der Dominikanischen Republik bedeutet: Straßensperren durch brennende Reifen und Blockaden durch Bäume und anderen Müll. Aufgebrachte Mengen werfen nicht nur Steine, oft fallen auch Schüsse aus selbstgebastelten Waffen. An solchen Tagen ist es ratsam diesen Orten fern zu bleiben. Nun aber drohen landesweite Streiks.
CASC (Unabhängiges Gewerkschafts- und Klassenbündnis) droht mit dem totalen Streik wenn die Lohnverhandlungen im Privatsektor keine Fortschritte machen. Die Arbeitergewerkschaften fordern eine Lohnerhöhung von 30% auf die Mindestlöhne. Es mag nach einer hohen Forderung klingen, doch tatsächlich waren die Lohnerhöhungen in den letzten Jahren nicht ausreichend um mit der Inflation und Preissteigerungen mitzuhalten, die Lohnentwicklung war demnach negativ. Entsprechend gereizt ist die Stimmung nun, wenn die Arbeitgeber nur eine Lohnerhöhung von 8,9%. Gabriel del Rio Doñe gibt zu bedenken dass ein landesweiter Streik die Ruhe im Arbeits- und Produktionsbereich gefährde wie auch das friedliche Leben welches bisher auf den Straßen herrsche.
Die Arbeitgeberangebote werden als Spott gegenüber dem Arbeiter bezeichnet. Man sei bereit den Arbeitgebern entgegenzukommen, doch eine Erhöhung der Mindestlöhne um 25% sei das letzte Angebot von den Gewerkschaften.