Santo Domingo.- Die Dominikanische Republik ist die meistbesuchte Destination der Karibik. Man hat auch große Ziele, will bis zum Jahr 2022 jedes Jahr mindestens 10 Millionen Besucher empfangen. Die Konkurrenz schläft aber nicht, selbst Haiti hatte im Jahr eine zweistellige Zuwachszahl, wenngleich in der Summe auch noch immer nicht nennenswert viele Touristen. Jamaika aber boomt, Antigua und vor allem Kuba.
Die Nachbarinsel hat seit der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen mit den USA eine enorme Nachfrage erlebt. Kurios: nicht aus den USA, aus Europa kommen hunderttausende Urlauber. Man hat den Eindruck, jeder Tourist will Kuba noch mal „authentisch“ erleben, ohne Coke und Burger.
Wird es die Dominikanische Republik beeinflussen in seiner touristischen Entwicklung? Geht es nach Joel Santos, Schatzmeister von Asonahores, so gibt es keine Gefahr. Wichtig aber ist, dass sich die DomRep ihren Aufgaben stellt, Probleme beseitigt.
Welche Mängel gibt es? Probleme bei der Stromversorgung, Wasserversorgung, die Kriminalität / Städtische Sicherheit. Bessere Ausschilderungen und bessere Straßen benötigt man ebenfalls, will man den Tourismus weiter fördern.
Laut Santos hat Kuba viel mehr zu tun, muss in vielen Bereichen aufholen und wird dafür Jahre benötigen. Allein das Angebot von mehr als 70.000 Hotelzimmern wird Kuba nicht so schnell erreichen können. Ebenso hat Kuba das Problem der Eigentumsklärungen. Viele Exil-Kubaner kommen zurück, wollen ihre Rechte an Immobilien geltend machen. Bis hier alles geklärt ist und Investoren anfangen können Projekte aufzubauen, da werden Jahre vergehen.
Kuba wird weiter wachsen, doch Preise und Infrastruktur werden laut Santos keine Gefahr für den weiteren Wachstum im Tourismussektor der DomRep darstellen.