Dominikanische Republik: Odebrecht-Beteiligte zum Obersten Gericht gebracht

 

Santo Domingo.- Am Mittwoch um 17 Uhr kam Bewegung in den Fall Odebrecht und die Angeklagten wurden überführt zum Obersten Gericht der Dominikanischen Republik. Die Generalstaatsanwaltschaft hatte 18 Monate Untersuchungshaft beantragt, der Fall sei komplex und es gebe viele Ermittlungen zu führen um die Anklage auch detailliert und sicher zu formen. Ob Richter Francisco Ortega Polanco dem Antrag der Staatsanwaltschaft folgt, werden wir bald erfahren.

Die wegen Geldwäsche und Korruption verhafteten Personen sind Industrie- und Handelsminister Temistocles Montas; der Ex-Minister für Öffentliche Werke Victor Diaz Rua; die Ex-Vizepräsidenten der CDEEE, Radhames Segura und Cesar Sanchez; Ex-Direktor des Nationalen Institutes für Trinkwasser und Kanalisation, Roberto Rodriguez Hernandez; Unternehmer Angel Rondon, Ex-Senatspräsident Andres Bautista und einige Persönlichkeiten mehr.

Der Ex-Präsident der Energiekommission der PRD, Bernardo Castellanos, wird mit internationalem Haftbefehl von Interpol in Panama gesucht. Dieser hat sich bereits zu Wort gemeldet und teilte mit, dass er kein Justizflüchtling sei. Er werde in die Dominikanische Republik kommen und sich zu den Vorwürfen im Fall Odebrecht äußern, so Castellanos.

Seit Montag hatten es sich die Inhaftierten gut gehen lassen. Ihnen zu Ehren hatte die Generalstaatsanwaltschaft die Zellen renovieren lassen, nun sogar mit einer Klimaanlage ausgestattet. Die jeweiligen Parteiführungen kamen zu Besuch, sicherten die Stellung guter Anwälte zu und Familienmitglieder brachten Speisen ins Gefängnis.

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