
Santo Domingo.- Ex-Präsident Danilo Medina entwickelte den Tourismus zur Wirtschaftslokomotive, dieser Sektor wurde zur wichtigsten Wirtschaftssäule des Landes. Durch die Pandemie ist der Zug entgleist, die Wirtschaft der Dominikanischen Republik liegt brach. Tourismusminister David Collado vertraut zwar auf den wichtigsten Wirtschaftszweig des Landes, glaubt fest an seine Erholung, nennt aber auch Zahlen. Der Lockdown und die jetzige Bewertung der DomRep als Risikogebiet haben dazu geführt, dass der dominikanische Staat 2.5 Milliarden USD an Devisen durch den Tourismus verloren hat.
Seit dem 1. Juli sind die Grenzen wieder geöffnet, man begann mit der Wiederbelebung des Tourismus. Im Juli kamen rund 54.000 Touristen, ein verschwindend geringer Anteil im Vergleich zu 420.000 Touristen, die im Juli 2019 das Land besucht haben. Dies, obwohl 2019 schon eine negative Pressekampagne das Land in Verruf gebracht hatte und der Tourismus sich negativ entwickelte. Collado sieht die Dominikanische Republik dennoch in Zukunft als Führer in der Karibikregion.
Der Tourismusminister wies darauf hin, dass er sich schon mit vielen Tourismusunternehmern im Land getroffen hat und er weitere Investitionen im Land als lebenswichtig hält. Die Hotelbelegung im Land liegt aktuell bei 5 % und hat den Verlust von 150.000 direkten Arbeitsplätzen verursacht. Zusätzlich gingen 300.000 indirekte Arbeitsplätze verloren.
Zur Wiederbelebung des Tourismus hat Präsident Luis Abinader gestern einen Hilfsplan vorgestellt, dieser basiert auf vier Achsen: regieren, kommunizieren, wirtschaftliche Hilfe und das gesundheitliche Risiko verringern. Bei dem Akt im Salon Las Cariátides des Nationalpalastes versicherte das Staatsoberhaupt, dass er den Tourismus stärken wird um wieder die Normalität dieses Sektors zu erreichen.
Für neue Abkommen mit Fluglinien, wirtschaftliche Hilfen, Kredithilfen und Steuervergünstigungen will Abinader 420 Millionen RD$ zur Verfügung stellen. Außerdem kündigte der Präsident die Schaffung einer Gesundheitsversicherung an, die Kosten trägt der Staat, sie wird zu Gunsten der Touristen abgeschlossen und deckt Kosten, die durch eine Covid-19 Infektion bei einem Urlauber entstehen, ab.