Dominikanische Republik: Regierung sucht Dialog mit Landbesetzern des Valle Nuevo

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Constanza.- Umweltminister Francisco Dominguez Brito gab bekannt, dass man mit dem Block der Landbewohner im Valle Nuevo einen Dialog sucht. Es geht darum, bestehende Konflikte zu lösen, wobei Brito klarstellt dass die Besetzung des Naturschutzparkes nicht verhandelbar ist.

Mehr als ein Jahrzehnt hat die Regierung der Dominikanischen Republik zugesehen. Immer mehr Bauern siedelten im Naturpark an, legten Felder und Treibhäuser an, rodeten hunderte Hektar Wald um mehr Anbauflächen zu gewinnen.

Düngemittel und Pestizide wurden verwendet, doch den Hauptschaden richteten die Bauern an mit der Rodung und dem Entzug von wichtigem Quellwasser. Das Valle Nuevo ist die Mutter des Wassers im Land, 70 % der Bevölkerung beziehen hier ihre Wasserreserven her. Die hier entspringenden Flüsse füllen Stauseen, doch in den letzten Jahren kam immer weniger Wasser, es wurde bereits in den Bergen verwendet.

Mit dem Dekret 14-2016 hatte man im Januar vergangenen Jahres weitere Anpflanzungen untersagt, doch wen kümmern Anordnungen oder Gesetze? Im November kündigte die Regierung die Räumung des Valle Nuevo an. Es wird keine Landwirtschaft mehr im Naturschutzpark geben, da bleibt Brito hart. Man darf gespannt sein, was kommende Dialoge bringen. In der vergangenen Woche hatten die Landbewohner des Valle Nuevo vor dem Regierungspalast protestiert.

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