Dominikanische Republik: Remesas brachten in 7 Jahren fast 37 Mrd. USD ein

 

Santo Domingo.- Der Nr. 1 Wirtschaftszweig ist seit vielen Jahren der Tourismus. Kaum jemand kennt die  zweitgrößte Einkommenquelle des Landes, die Remesas. Viele kennen gar nicht diesen Ausdruck. Gemeint sind Gelder, die aus dem Ausland in die Dominikanische Republik fließen, gezahlt von im Ausland lebenden Dominikanern / Dominikanerinnen. 

In den Jahren von 2010 bis 2017, so die Angaben der Landeszentralbank, haben die Auslandsdominikaner 36.703.000.000,00 USD in die Heimat gesendet. Weiter ergaben die Berechnungen, dass Dominikaner, welche in den USA leben und arbeiten, 17,64 Cent eines jeden Dollars den sie verdient haben, in ihr Heimatland schicken. Das Einkommensvolumen der Auslandsdominikaner lag in dieser Zeit bei 208,072 Milliarden USD, das entspricht einem durchschnittlichen Jahreseinkommen von 26,009 Milliarden USD, berechnet auf das weltweite Einkommen der Kreolen im Ausland. 

Wie Berechnungen ergeben, benötigen die Bürger der Dominikanischen Republik im Ausland 70,36 % ihres Einkommens, gespart werden weitere 12 %. Allein aus den USA und Puerto Rico haben dort lebende Dominikaner 818.8 Millionen USD in ihre Heimat geschickt um die Familien dort zu unterstützen. Dies entspricht 102,35 Millionen USD pro Jahr. Nachdem Puerto Rico von zwei Hurrikans schwer getroffen wurde haben viele Dominikaner die Nachbarinsel verlassen. Einige kehrten in die Heimat zurück. 2016 zogen bereits 598 Dominikaner in die USA. 

Immer wieder warnen Dominikaner ihre Landsleute vor der Flucht nach Puerto Rico. Sie weisen darauf hin, dass man hier nicht, wie in der Heimat, viele Freizüge nutzen kann. Der Service von Strom und Wasser muss teuer bezahlt werden, ebenso Mieten. Dies sind Dinge, die in der Dominikanischen Republik oft noch frei bezogen werden und so die Lebenshaltungskosten verringern. 

Quelle und Foto: Almomento

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