Dominikanische Republik: Umweltzerstörung am Rio Masacre durch Haitianer

artibonitoabbau

Dajabon.- Jose Alcaron Mella, Vizeminister im Ministerium für Umwelt und Naturressourcen der Dominikanischen Republik klagt die Haitianer an. Durch das Abtragen von Sand und Steinen aus dem Flussbett des Rio Masacre wird das Flussbett zerstört und ein verändertes Fließverhalten beeinträchtigt die weitere Umwelt, so auch die Uferbefestigungen. Sand und Steine werden nach Haiti gebracht und dort als Baumaterial verwendet.

Im Rahmen der binationalen Abkommen zur Entwicklung des Rio Artibonito haben dominikanische Behörden ihre Kollegen in Haiti informiert, doch diese beschränken lediglich das Gehör bezüglich der Reklamationen aus dem Nachbarland, bezüglich des Raubabbaus der Natur unternimmt man nichts. Die Umwelt wird nicht respektiert, im Gegenteil. An den Geschäften mit dem Sand und den Steinen sind auch Dominikaner involviert.

Haiti unternimmt nichts und die Dominikanische Republik kann mit ihren Behörden auch nicht viel tun, irgendwie ist der Rio Masacre (Artibonito) ein Stück Niemandsland. Wenn es aber darum geht die Spendengelder der Europäischen Union aufzuteilen, da ist man ein Herz und eine Seele. In der Vergangenheit spendete die EU viel Geld für die Wiederaufforstung der Flussufer und Uferregionen des Rio Artibonito.

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