Santo Domingo.- Bei einer Rechnungsprüfung innerhalb der Einrichtung der Nationalen Polizei der Dominikanischen Republik kommen ungeheuerliche Ausgaben zutage. Laut Angaben des Polizeichefs Generalmajor Nelson Peguero Paredes entdeckte man, unter anderem bei den Kraftstoffausgaben, das Verschwinden von mehr als einer Milliarde RD$.
Der Polizeichef kündigte an, dass man die Kontrolle und Verminderung der unkontrollierten Ausgaben dazu verwenden will um die Löhne beim Personal zu erhöhen.
Ob jedoch gegen bestimmte Personen, im Zusammenhang mit den hohen Ausgaben die offensichtlich unkontrolliert stattfanden, ermittelt wird, dazu machte der Polizeichef keine weiteren Angaben. Fest steht, dass nach nun strengen Kontrollen, die Ausgaben für Benzin um 50 Millionen RD$ gesunken sind. Allein dies macht jährliche Einsparungen von 600 Millionen RD$ aus, insgesamt sollen 1,2 Milliarden Peso eingespart werden.
Im Bezug auf die Benzinkosten achtet man nun darauf, dass kein Benzin in private Fahrzeuge gefüllt wird, an allen Polizeistationen ist die Befüllung von Tanks an privaten Fahrzeugen verboten worden. Ebenso wird die Bezahlung von Kraftstoff geändert wenn die Fahrzeuge der PN betankt werden. Bisher erfolgte dies durch Tickets, doch auch damit haben Polizeiagenten ihre eigenen Fahrzeuge betankt.
Mit einer weiteren Verbesserung in der Personalkontrolle, welche rund 600.000 USD kosten wird, will man einen Überblick haben wo welche Polizisten arbeiten. Rund 15.000 Polizeiagenten arbeiten im Patrouillendienst, doch viele weitere sind an andere „Einrichtungen“ ausgeliehen. Diese Verwendung von Polizisten will man unterbinden. Dadurch kann man laut einer internen Berechnung der Polizei, Lohnerhöhungen von 10-15.000 RD$ einführen.
Viel Arbeit wartet auf die Polizeiführung. Ausgabenkontrolle und das Finden der „verschollenen“ Polizeiagenten, welche irgendwo bei Institutionen, vor allem privaten Unternehmen, angeheuert wurden. Sie müssen zurück in den offiziellen Dienst geholt werden.