Santo Domingo.- Die Tropische Welle 99L wird wie vorhergesagt über Puerto Rico ziehen und die Nachbarinsel der Dominikanischen Republik völlig abdecken. Gegen 2 Uhr heute Morgen zog 99L mit rund 15-20 mph über die nördlichen Leeinseln hinweg und steuert nun auf Puerto Rico zu wo man bereits erste Ausläufer wahrnimmt.
Momentan ist die Tropische Welle rund 300 Meilen östlich von Humacao, in Puerto Rico ist mit starken Regenfällen im Laufe des Tages zu rechnen, stürmische Winde begleiten die Schauer und mit Überschwemmungen und Erdrutschen in Bergregionen ist zu rechnen. Ab 8 Uhr dürfen kleinere Wasserfahrzeuge die Häfen von Puerto Rico nicht mehr verlassen, erste Schauer haben Puerto Rico bereits erreicht. Die Windgeschwindigkeiten erreichen Geschwindigkeiten bis zu 35 mph (56 km/h). Ein „Hurrikan-Jäger“ wird heute Morgen aufsteigen um weitere Daten zu sammeln.
Nach Angaben des Hurrikan-Zentrums in Miami liegt die Wahrscheinlichkeit bei 50 % dass sich die Tropische Welle in den kommenden 48 Stunden zu einem Tropensturm (namens Hermine) entwickeln kann. Bei der 5-Tages-Vorhersage liegt die Wahrscheinlichkeit bei 70 %.
Bleibt die bisherige Zugrichtung von 99L auf dem west-nordwestlichen Kurs, wird auch die Dominikanische Republik unter starkem Einfluss der Tropischen Welle stehen. Als sicher gilt, dass vor allem der Nordosten (Halbinsel Samaná) und der Norden starke Niederschläge bekommen werden, das Haupteinflussgebiet zieht sich bis zum Landesinneren (Zentralgebirge). Wir werden ab jetzt regelmäßig berichten.
Die Meteorologen warnen ab Mittwoch Abend vor einem abnormen Wellengang an der Atlantikküste. Mit bis zu 3 Meter hohen Wellen ist zu rechnen am heutigen Tag in Puerto Rico, das gleiche Bild gilt später für die Dominikanische Republik.