Santo Domingo.- Nach dem Parteiaustritt aus der PLD reißen sich viele Parteien um Leonel Fernandez. Seine Beziehungen und seine Anhänger versprechen vielen Parteien einen Erfolg bei den kommenden Wahlen. Die Opposition sprach schon von einer Zusammenarbeit, viele kleine Parteien wollten sich zusammenschließen und Fernandez als ihren Präsidentschaftskandidaten antreten lassen. Selbst die ehemalige Balaguer Partei, PRSC, wollte Fernandez als ihren Kandidaten benennen.
Jose Ramon Peralta, Minister für die Verwaltung der Präsidentschaft warnt vor solchen Ambitionen. Das Wahlgesetz verhindert, dass Fernandez als präsidialer Kandidat antritt, nachdem er bei den Vorwahlen als Kandidat einer Partei gescheitert ist. Artikel 134 des Wahlgesetzes erlaubt keiner Person, die bei Vorwahlen zur Präsidentschaftskandidatur einer Partei gescheitert ist, erneut antritt für eine Partei, einer Gruppe, politischen Bewegung oder einem Bündnis.
Peralta nennt die hartnäckigen Versuche von Fernandez, erneut als Präsident der Republik anzutreten, das vierte Mal, die „Gesetze des Landes zu verletzen“. Man beachte nun die Rede von Fernandez, der am Vorabend betonte, er wolle die Regeln und Gesetze achten. Andererseits betonte der Minister, dass Fernandez nicht bei den Wahlen unterlegen gewesen sei, man habe ihn bei den Wahlen betrogen.
Anmerkung: Weiter geht das Schmierentheater auf der Politbühne. Schon öfter wurde die dominikanische Verfassung geändert, damit Regierungspräsidenten erneut antreten konnten. Wenn man eine Verfassung ändern kann, dann geht das sicher auch mit einem Gesetz.
Gastbeitrag: w.k.