Dominikanische Republik: Widerstand gegen Hard Rock Hotel Santo Domingo dauert an

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Santo Domingo.- Es sollte ein Hotel der Superlative werden, das Hard Rock Hotel Santo Domingo. In der Hauptstadt der Dominikanischen Republik sollte ein mehr als 40 Stockwerke hohes Gebäude entstehen, mit allem Komfort und Luxus, Unterhaltungseinrichtungen wie Disco und Casino. Die Nachbarschaft hat aber etwas dagegen.

Unglaublich, aber eine Tatsache: Das Hotel wurde von den Behörden genehmigt, das mag wohl daran liegen dass man ja Investoren sucht, einen großen Wachstum im Tourismussektor fördern will. Da stehen manchmal die eigenen Interessen über denen der bestehenden Gesetze. Die hatte man nämlich grob fahrlässig nicht beachtet.

Die städtebaulichen Regeln bei diesem Projekt wurden gleich mehrfach missachtet. Selbst die einfachsten Normen bei der Infrastruktur wurden nicht bedacht. Ein Gebäude dieser Größe sprengt die vorhandene Verkehrsanbindung. Gegen das Megaprojekt wehrten sich daher die Nachbarschaftsvereinigungen von Piantini und Yolanda Morales sowie einige Schulen, darunter die Saint George School, Saint Michael’s School, Notre Dame School.

Dabei betonen die Gegner, dass sich nicht gegen das Hotel an sich sind, aber man fordert die Einhaltung der Städteplanung, die Gesetze der Umwelt zu beachten. Dazu gehört, dass das Hotel nur 23 Stockwerke haben darf und weitere Stockwerke nur genehmigt werden können, wenn man in die Tiefe geht und dort weitere Parkplätze zur Verfügung stellt. Ebenso wehrt man sich gegen das Spielkasino, diese Einrichtungen haben negative Auswirkungen auf die Gesellschaft und aus diesem Grund sieht das Gesetz vor, dass diese Spielcasinos mindestens 500 Meter entfernt sein müssen von Schul- und Krankenhauseingängen sowie von Kirchen. Die besorgten Bürger aus dem Sektor sehen enge Verbindungen mit Casinos zu Prostitution und Drogen wie auch zur Gewalt.

Einige Kompromisse hat man nun unterbreitet, seitens der Investoren, doch die Bürger sehen ihre Gesamtforderungen noch nicht erfüllt. Während also die Einsprüche und Widerstände dauern an, derweil wird aber fleißig weiter gebaut.

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