Dominikanische Republik: Zoo von Moca droht Schließung

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Moca, Espaillat.- Die Behörden haben gedroht den Zoo von Moca zu schließen. Grund dafür sind die miserablen Hygienebedingungen im Tierpark. Der Zoo wird von einem Patronat betrieben dessen Präsident Juan Carlos Ortiz ist. Er bestätigt, dass die Verschmutzungen am Kanal schlimm sind und dass wegen mangelnder finanzieller Mittel keine Renovierungsarbeiten stattgefunden haben.

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Besorgte Bürger und Bürgermeister Angel Lopez haben mit der Schließung gedroht, weil man um das Lebend er Tiere besorgt ist. Momentan beherbergt der Zoo 32 Tierarten und zahlreiche verschiedene Pflanzenspezies. Eine Gruppe von Helfern und Unternehmern wollen den Zoo jedoch am Leben erhalten, ihn als Erbe der Stadt Moca verteidigen und eine Schließung nicht zulassen. Dies sei ein attraktiver touristischer Ort und ein lehrreiches Zentrum an der Nordküste der Menschen die Gelegenheit gibt eine Reihe von Tieren und endemischen Pflanzen kennenzulernen.

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Für 2017 sollen sich die Voraussetzungen verbessern, man erwartet Schenkungen von Unternehmen, dann kann der Zoo erhalten bleiben und die notwendigen Renovierungsarbeiten durchgeführt werden. Pablo Grullon, Unternehmer aus Moca, hat zudem die Politiker von Moca aufgefordert sich um den Zoo zu bemühen. Rafael Garcia, Präsident der Vereinigung zur Entwicklung der Provinz Espaillat erklärte, dass man daran arbeite, die Provinz als „öko-touristisch“ darzustellen. Der Zoo sei ein wichtiger Bestandteil den man den Besuchern anbieten könne, zudem sei der Tierpark Teil des Lebens und der Tradition des Volkes.

Der Kampf gegen die Schließung des Zoos dauert bereits seit 2013 an.

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Anmerkung der Redaktion: Man sollte erwähnen, dass Moca, trotz einer sehenswerten Kirche, kaum Attraktionen bietet und von internationalen Touristen kaum besucht wird. Selbst nationale Touristen bevorzugen Orte am Strand, ein Besuch im Zoo steht extrem selten auf der Wunschliste.

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Ob es im Sinne der Tiere ist, welche im Dreck leben und vor sich hin siechen? Es ist ja nicht nur die Tatsache, dass die Bauwerke zerfallen und der Schmutz alles bedeckt, die Tiere sind krank, es fehlt an Geldern sie zu behandeln, von artgerechter Haltung ist ganz und gar zu schweigen und ob das Geld reicht um die Tiere genügend zu füttern sei einmal dahingestellt. Wenn es sich um ein so bedeutendes „Erbe“ handelt, warum reagierten Politiker und Unternehmer nicht eher? Wenn es so ein lehrreiches Zentrum ist, warum nutzen Schulen nicht das Angebot?

Fakt ist doch, dass es an Geldern überall fehlt, also auch am Transport für Schulklassen und die Eintrittsgelder. Wenn man die angefügten Bilder sieht, versteht man unsere Meinung. Das ist kein Zoo, das sind keine Gehege. Viele dieser Tiere brauchen Auslauf, z.B. der Lauf-Vogel Strauß. Empfohlen sind 1.000 qm, hier hat er nicht mal 100 Meter. Löwen im Käfig, wie auch alle anderen Tiere. Das ist keine Kultur und Tierliebe, hier lernt man nur: wie quält man Tiere!

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