Haiti: Ein Jahr ohne Cholera!

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Puerto Principe.- Haiti wurde gleich von zwei Katastrophen heimgesucht: Erdbeben und Cholera. Ursprünglich sollten die UN – Blauhelmsoldaten aus dem Nepal nach den Erdbeben beim Aufbau helfen, die Sicherheit im Land garantieren. Statt dessen schleppten sie die Cholera im Oktober 2010 ein, eine Krankheit, die in Haiti schon lange nicht mehr aufgetreten war. Offiziell starben 9.792 Personen, über 820.000 erkrankten an dieser Seuche. 

Wie viele unbestätigte Fälle es noch gegeben hat, das wird man nie herausfinden. Es war ein langer Kampf, diese bakterielle Infektionskrankheit zu beseitigen. Das Hauptproblem ist: viele Menschen haben die Bakterien in sich, verteilen sie weiter, erkranken aber nicht an der Cholera. So war es ja auch bei den Nepal – Soldaten, keiner hatte die Symptome, aber die Bakterien im Körper. Über die Ausscheidungen gelangte die Kloake in den Fluss Artibonite, dieser verläuft tragischer weise vom Norden bis in den Süden Haitis. Die Bakterien verbreiteten sich rasend schnell. 

Nun meldet die OPS, Panamerikanische Gesundheitsorganisation: seit einem Jahr wurde kein Cholera Fall mehr registriert. Zuletzt war es im Januar 2019 ein fünfjähriges Kind, welches sich in L´Estére infiziert hatte, in ein Hospital am 24. Januar eingewiesen wurde, bald als geheilt entlassen wurde.

Wichtig im Kampf gegen die Cholera ist eine Früherkennung und sofortige Isolierung des Infektionsherdes. Cholerabakterien im Trinkwasser sind verheerend, darum hatte man 2016, nach Hurrikan Matthew, über 900.000 Personen gegen Cholera geimpft. Durch den Orkan wurden viele Wasserreservoirs kontaminiert. 

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