
Port-au-Prince.- In der Hauptstadt von Haiti haben sich tausende von Demonstranten versammelt (Dienstag). Sie protestierten wegen des Erleidens von Rassismus und Misshandlungen in der Dominikanischen Republik. Eine Demonstration mit der man auf das Elend und Leid der Landesgenossen im Nachbarland hinweisen will, denn das Leben im Nachbarstaat ist alles andere als ein Zuckerschlecken.
Verschiedene Gruppen haben zu der Veranstaltung aufgerufen und gleichfalls rufen die Protestler zum Boykott der Dominikanischen Republik auf. Man will die Hauptschlagader der Wirtschaft treffen, den Tourismus. Man fordert Urlauber auf zu bedenken dass Die „DomRep“ ein Land mit praktizierendem Rassismus ist, Menschenrecht ein vielfacher Weise verletzt werden.
Mit Plakaten wies man darauf hin dass die DomRep ein rassistisches Land ist, man fordert Sympathisanten dazu auf ein klares Statement abzugeben: NEIN zur Gewalt.
Die Aufrufe zur Teilnahme an der Demonstration gegen die DomRep war sehr erfolgreich und teilweise war sie ohne Kontrolle. Erneut gab es Gewaltaktionen gegen den Sitz der Dominikanischen Botschaft in der haitianischen Hauptstadt. Entsprechend gab es Kritik aus der DomRep Richtung Haiti: man habe die Sicherheit der Angestellten in der Botschaft zu gewährleisten. Auch das Verbrennen der dominikanischen Flagge sei ein Affront.
Ganz sicher ist, dass in der Dominikanischen Republik der Rassismus ausgelebt wird. Offen zeigt man seinen Hass und seine Missachtung gegenüber den Schwarzen (Haitianern), selbst Einheimische mit dunkler Hautfarbe werden als minderwertig angesehen. Eine weiße Herrenrasse gibt es nur, wenn der hellhäutige auch Dominikaner ist, als Ausländer hat man ebenfalls kaum Rechte, wird gern als die „Kuh zum Melken“ betrachtet. Der Spruch „vete, eso es mi pais“ erklingt häufig (Hau ab, das ist mein Land). Natürlich kommt der nur dann, wenn man Kritik (auch wenn sie noch so berechtigt ist) übt.