Vor allem Reisende die das erste Mal in die Dominikanische Republik fliegen stellen sich viele Fragen. Was muss ich mitnehmen, was brauche ich nicht? Was erwartet mich in diesem Land? Die Erwartungen sind hoch und wir möchten einige Antworten geben auf Fragen die uns noch geläufig sind aus der Zeit als wir den ersten Urlaub angetreten haben und uns fragten…
Soviel sei schon jetzt verraten: Egal wo sie Ihren Urlaub hier im Land antreten, es gibt viel zu sehen, zu erleben, man kann aber auch herrlich relaxen und entspannen. Wichtig ist, dass Sie entsprechend Ihrer Vorlieben vorher recherchieren welche Urlaubsregion für Sie die perfekte ist.
Die erste Frage für die Reisevorbereitung ist: Visum oder Touristenkarte? Wer einen normalen Urlaub bucht, dem reicht völlig eine Touristenkarte, nichts anderes als ein Touristenvisum mit beschränkter Laufzeit. Sie kostet lediglich 10 USD (oder 10 Euro – zum Thema Geld / Währung kommen wir später). Selbst wer einen längeren Urlaub / Aufenthalt plant muss nicht den Weg über einen Visa-Antrag gehen. Bei längeren Aufenthalten als 30 Tage zahlt man bei der Ausreise am Flughafen eine festgelegte Gebühr.
Gebührentabelle (Stand 7/2015)
Ein Visum zu beantragen ist zeitaufwendig und kostet zudem mehr als die Überschreitung der „normalen“ Reisezeit. Die Touristenkarte gibt es bei den meisten Reiseveranstaltern (im Reisepreis enthalten), ansonsten kann man diese bei der Ankunft am Flughafen erstehen, oder sich vorher online besorgen (www.dgii.gov.do – Spanischkenntnisse erforderlich). Ebenfalls gibt es die Touristenkarten bei dominikanischen Konsulaten / Botschaften in ihrem Heimatland.
Geld. Ein wichtiges Thema zu dem es entsprechend viel zu berichten gibt. In der Dominikanischen Republik ist der „Dominikanische Pesos“ offizielles Zahlungsmittel, Währungsrechner geben ihn als DOP an, im Land finden sie die Auszeichnung in RD$. Aktuelle Wechselkurse (7/2015): 1 USD = 45 RD$, 1 Euro = 49,5 RD$, 1 CHF = 46,8 RD$. Sie können in Ihrem Heimatland bei der Bank keine DOP eintauschen, aus diesem Grund sollten Sie das benötigte Bargeld in USD oder Euro mitnehmen um es vor Ort in DOP zu tauschen. Bei vielen Geschäften (vor allem in Tourismusregionen) akzeptiert man auch Fremdwährungen, bekommt aber einen schlechteren Wechselkurs. Dies gilt auch bei Dienstleistungen (Touren, Restaurants…).
Reiseschecks sind sicher, aber auch aus der Mode gekommen. Man nimmt sie ungern und oft nur gegen eine extra Bearbeitungsgebühr. Wer Geld bei einer Bank tauschen möchte: Unbedingt Reisepass mitnehmen. Geldwechsler: Innerhalb der Hotels (Plazas) sind auch hier die Kurse nicht so gut wie in Orten / Städten. Vorsicht: Falschgeld ist immer wieder im Umlauf (ein Prüfstift = in Geschäften für Bürobedarf, hier Papeleria günstig zu haben bietet einfache Sicherheit). Bitte achten Sie darauf dass man Ihnen auch kleine Scheine gibt, mit großen Banknoten (ab 500 RD$) kann es je nach Ort und Lokal schon Probleme geben. Darum sind die 2000 RD$ Banknoten nicht empfehlenswert beim Colmado-Besuch oder einem kleinen Souvenirladen.
Mit Kreditkarten ist man gut beraten (nicht EC!), an den ATM-Geräten bekommt man das nötige Bargeld! Achtung, fragen sie vorher wie viel Geld es gibt, oft sind aus Sicherheitsgründen die Auszahlungen limitiert (je nach Bank und Ort sehr unterschiedlich). Das erfordert manchmal dass Sie ihr Tageslimit mit mehreren Aktionen ziehen müssen, darum empfiehlt es sich eine Kreditkarte zu haben die kostenlosen Service anbietet!
Hier ein Bericht zum Thema Kreditkarten, mit freundlicher Genehmigung von DOMREP24, warum soll man etwas neu schreiben wenn es dazu eine perfekte Ausarbeitung gibt: http://www.domrep24.com/kreditkarten-empfehlung-domrep.html
Und noch ein Sicherheitshinweis: Lassen Sie ihre Kreditkarte nie aus dem Auge, sie ist sehr schnell kopiert (hier ein Video welches zeigt wie zum Beispiel an einer Tankstelle schnell die Karte kopiert wird, diese Geräte können aber überall eingesetzt werden!): https://www.youtube.com/watch?v=iqF4og263Wk
Telefonieren / Internet: Es mag bequem sein wenn man mit seinem eigenen (und oft teuren) Smartphone unterwegs ist. Wir möchten davon abraten. Im Landesinneren registriert man immer mehr Überfälle (auch mit tödlichem Ausgang) wegen eines Smartphone-Raubes. Wenn Sie noch ein altes / einfaches Handy haben, nehmen Sie dieses mit. Oder kaufen sie vor Ort ein einfaches Gerät (um 20 USD). Bei den Telefonanbietern wie Orange oder Claro bekommen Sie (Pass mitnehmen) schnell eine Prepaid-Karte (unter 10 USD) welche auch ein Gesprächsguthaben beinhaltet.
Da Gespräche aus der Dominikanischen Republik mobil nach Europa recht teuer sind empfiehlt es sich Ihre Telefonnummer den Freunden / Verwandten in der Heimat mitzuteilen. So sind Sie erreichbar und aus D/CH/AU kann man günstig mit einer Providervorwahl hier anrufen. Internet bieten immer mehr Hotels bereits gratis an, manche in nur begrenzten Zonen (Restaurant/Lobby). Wenn Sie ein internetfähiges Telefon besitzen können Sie ebenfalls über die Prepaidkarte ein Guthaben fürs Internet-Surfen erwerben.
Vor allem bieten diese Geräte dann den Vorteil dass man über das Internet kostenlos telefonieren kann (Viber/Whatsapp/Skype/Facetime usw). Weitere Gesprächsguthaben kann man über „Rubbelkarten“ nachladen oder in vielen Gift-Shops und auch Apotheken nachkaufen. Notieren Sie auf jeden Fall Ihre IMEI-Nummer. Damit kann man im Fall des Verlustes einen Gerätes dieses international sperren. Gibt einem nicht das Telefon zurück, aber der Dieb kann es auch nicht mehr verwenden: Über die Tasten *#06# erscheint die IMEI im Display ihres Funktelefons.
Gesundheit: Das Wichtigste: Schließen Sie unbedingt eine Auslandsreisekrankenversicherung ab (Allianz und ADAC haben gute Angebote – manche Kreditkarten bieten bis zu 90 Tage eine KV kostenlos an, wenn die Reise mit der Kreditkarte bezahlt wurde). Im Falle einer Erkrankung sind Sie meist nicht durch Ihre normale KV abgesichert und hier im Land werden in Touristenzonen oft sehr überzogene Preise aufgerufen (von Ärzten und Privatkliniken). Schon eine Behandlung einer Mittelohrentzündung kann da schnell mit 500 USD berechnet werden. Ersparen Sie sich diese unliebsamen Erfahrungen mit überzogenen Arztrechnungen!
Welcher Impfchutz ist empfehlenswert? Eine Impfung gegen Malaria ist nicht empfehlenswert (wegen der Nebenwirkungen und es gibt nur sehr wenige Malaria-Fälle im Land). Völlig ausreichend sind die üblichen Schutzimpfungen gegen Hepatitis, Tollwut und Wundstarrkrampf.
Touristen (und auch Residenten) sind eher anfällig für Magen-/Darmerkrankungen, Sonnenbrand, Entzündungen (Mittelohr / Vaginalbereich) und Insektenstiche. Beginnen wir mit Sonnen- und Insektenschutz. Vor allem wenn Sie auf Exkursionen ins Hinterland gehen sollten sie einen guten Insektenschutz haben. Hier empfehlenswert sind Produkte von OFF (Johnson&Johnson). Sehr aggressiv ist das Mittel DEPORTE (in Apotheken), es ätzt Kunststoff (Vorsicht bei Kontakt mit zB Handy-Displays), es ist aber sehr günstig und effektiv.
Beim Sonnenschutz gilt: je höher der Lichtschutzfaktor, desto besser. In der Karibik „brennt“ die Sonne deutlich stärker als in Europa. Bedenken Sie bitte dass man auch beim Bade im Meer einen Sonnenbrand bekommen kann! Wasserfeste Schutzmittel sind daher vorteilhafter, wenn auch nicht gut für die Umwelt. Wenn man nicht zu lange im Wasser bleibt also der Umwelt zuliebe auf die Sonnencreme verzichten. Im Falle eines Sonnenbrandes helfen Cremes mit Aloe Vera, das kühlt die Haut und lindert die Verbrennung.
Infektionen: Egal ob Mittelohrentzündung oder eine Infektion im Genitalbereich, meist holt man sich diese in einem Pool. Wer empfindliche Ohren hat, der sollte sich mit Ohrstöpseln aus Silikon schützen. Diese sind leicht verformbar und passen sich gut der Ohrmuschel an. Frauen sollten eine Intimwaschlotion nutzen und generell sollte man den Füßen Aufmerksamkeit zukommen lassen um Pilzerkrankungen vorzubeugen!
Sprache: Die Dominikanische Republik hat Spanisch als Landessprache und in vielen Teilen des Landes spricht man auch nur diese. In Tourismusorten ist Englisch verbreitet, aber nicht als selbstverständlich zu erwarten. Je gehobener die Hotels, desto besser die Kommunikation in mehreren Sprachen. Es ist also angebracht ein kleines Wörterbuch mitzunehmen. Oder ein Übersetzungsprogramm im Handy. Seien Sie „offen“ und zeigen sich als Weltreisender. Lernen Sie ein paar Vokabeln und die Einheimischen werden Sie noch mehr ins Herz schließen. Meckerer und Nörgler kommen nicht gut an bei den allgemein freundlichen Dominikanern. Womit wir von der Sprache zur Charaktereigenschaften kommen: üben Sie karibische Gelassenheit, „Pünktlichkeit“ ist ein dehnbarer Begriff und „Stolz“ wird groß geschrieben. Werden Sie nicht beleidigend, dass kann vor allem im Land zu gewaltigen Problemen führen.
Transport: Als Tourist kann man das Mieten eines Leihwagens nur begrenzt empfehlen. Der dominikanische Straßenverkehr ist gewöhnungsbedürftig. Einbahnstraßen sind auch in beide Richtungen befahrbar. Rote Ampelsignale sind eine Option und Verkehrsregeln und Vorschriften sind generell nicht zwingend. So zumindest fährt man. Stellen Sie sich darauf ein und fahren defensiv. Beschilderungen (Wegweiser) sind selten bis gar nicht vorhanden, meist erst am Abzweiger selbst steht das Schild. Wenn Sie ein INTERNETfähiges Smartphone haben und Google Maps, dann ist es relativ einfach sich zurecht zu finden.
Achten sie bei Leihwagen auf den Zustand, machen Sie bei der Anmietung FOTOS! Von allen Seiten und der Windschutzscheibe, dann sind sie sicher vor späteren Gaunereien in Form von Schadensansprüchen. Gut, wenn man belegen kann dass der Steinschlag in der Scheibe schon vorhanden war, oder ein Kratzer.
Bei Taxifahrten: es gibt keine Taxameter und auch die Preisschilder (in Hotels, bei Taxiunternehmen an Plazas, Busstationen, Flughäfen) sind verhandelbar! Nehmen sie besser ein Taxi welches nicht an diesen Standorten ist und generell: Vereinbaren sie den Preis VOR DER FAHRT! Überlandbusse: In den meisten Teilen des Landes verkehren sogenannte Guaguas. Auch wenn es ein Abenteuer ist und etwas landestypisches vermittelt, es ist weder sehr sicher noch bequem. Nehmen Sie lieber einen EXPRESSO oder die METRO oder CARIBE TOURS. Hier gibt es auch feste Preise und Fahrpläne.
Ausflüge: Das Land hat so viel zu bieten und es wäre schade wenn man seine Urlaubstage im Resort verbringt. Da wir hier für Erstreisende schreiben: Die Touren von Ihrem Reiseveranstalter sind teurer als die von legalen Tourenanbietern außerhalb des Hotels. Schwierig ist es aber für den Neuling die legalen Anbieter von den sogenannten „Piraten“ zu unterscheiden. Viele treten als Firma auf, aber die Busse haben keine touristische Transportgenehmigung. Manch ein Reiseleiter hat keine Lizenz, der mag zwar unterhaltsam sein, aber Landeskenntnisse werden durch lustige Floskeln ersetzt. Informieren sie sich genau bei wem sie eine Tour buchen und am Ende ist es vielleicht doch der sichere Weg den Incomming-Agenten im Hotel zu nutzen. Man zahlt mehr, aber bedenken sie auch: der Reiseleiter verdient wenig und muss sich mit dem Verkauf zusätzlich ein mageres Gehalt aufbessern. Abgesehen davon wollen sie ja auch dass er im Falle eines Ärgernisses im Urlaub immer für sie da ist.
Tripadvisor ist hilfreich. Viele Veranstalter sind sogar ONLINE mit eigenen Webseiten und bieten bei einer Online-Reservierung nochmals Rabatte. Wichtig: Fallen Sie nicht auf „kumpelhafte“ und „wir sind Deutsche“ Vermittler rein! Nicht nur dominikanische Tourenanbieter sind „Piraten“. Gehen Sie auf Nummer sicher. Hat die Webseite ein Impressum? Stehen dort Firmennamen? Steuernummern des Unternehmens? Vorsicht bei Unternehmen die sich mit „Gün….& Bloe***“ vorstellen, nur ein Beispiel aus Punta Cana. Lassen Sie sich eine Lizenz und Versicherungskopie zeigen! Nur solche Agenturen sind empfehlenswert die hier keine Geheimnisse haben! Achten Sie auf das Datum der Lizenz/Versicherung!
Wichtiges: Vergessen Sie nicht Ihre Kamera, nehmen Sie ausreichend Speichermedien mit. Um elektrische Geräte (Ebook Reader, Handy, Kamera…) aufzuladen benötigen Sie einen Adapter 110V (US-Norm). Diese kann man auch hier vor Ort erwerben. Kaufen Sie keine Souvenirs wie Muscheln, Schnecken oder Produkten von Schildkröten. Im Falle einer Zollkontrolle bei der Rückreise riskieren sie ein Strafverfahren. Was auch immer Ihnen der Verkäufer hier gesagt hat, getrocknete Haie, Kugelfische etc. gehören nicht in den Koffer!
Nettigkeit: Ihre Putzfrau hat einen guten Job gemacht? Oder ein anderer Hotelangestellter? Nein, es ist nicht peinlich wenn Sie am Ende ein „Care-Paket“ überreichen. Das restliche Parfum oder Schampoo, Zahnpasta oder was auch immer. Haben Sie Badelatschen die Sie ausrangieren wollen? T-Shirts oder andere Klamotten? Es ist gern gesehen! Sie haben kaum eine Vorstellung in welcher Armut manche Menschen hier im Land leben und wenn es die Person auch nicht selbst brauchen kann, sie finden immer Abnehmer, kennen Bedürftige in der Nachbarschaft im Campo. Nur bitte legen Sie einen Zettel bei: „Für XXXXX (Name der Person), Zimmer Nr. XY und Ihr Name“. Hotelpersonal wird bei dem Verlassen der Anlage kontrolliert und da ist es wichtig dass die Person belegen kann dass die Sachen eine Spende sind und nicht geklaut wurden.