
SANTO DOMINGO – Medienberichten zufolge trägt das dominikanische Gesundheitssystem eine schwere wirtschaftliche Last bei der Versorgung tausender haitianischer Mütter, die nur zur Entbindung in öffentliche Krankenhäuser kommen.
Laut der Zeitung El Dinero hat sich die Dominikanische Republik in der Vergangenheit mit haitianischen Frauen, die nur zum Gebären kommen, solidarisch gezeigt, obwohl dies eine Belastung für den Haushalt darstellt.
Demnach waren im Jahr 2015 16 von 100 Geburten im Land haitianisch, während dieser Anteil auf 30-70 gestiegen ist, d. h. er hat sich relativ gesehen verdoppelt.
Betrachtet man die absolute Zahl der haitianischen Frauen, die ein Kind zur Welt bringen, verdoppelt sich der Anteil ebenfalls: von etwa 19.000 im Jahr 2015 auf über 30.000 im Jahr 2020 und 35.662 im Jahr 2021, sagt er.
Die Statistik besagt, dass die Zahl der Dominikanerinnen von 103.700 auf 81.071 gesunken ist, ein Rückgang, der als Mobilität in Richtung Privatkliniken zu interpretieren ist, wodurch sich die Zahl der Krankenhausgeburten bei den Haitianerinnen relativiert.
Die Kosten für eine normale Geburt belaufen sich auf etwa 7.000 RD$ für den Staat, und bei einem Kaiserschnitt auf 12.000 RD$.
Der Anteil der haitianischen Frauen, die vaginal gebären, ist höher als der der dominikanischen Frauen, was hauptsächlich auf die Entscheidung der Patientin oder der Ärzte zurückzuführen ist.
Nur eine von drei ausländischen Frauen entbindet per Kaiserschnitt, und zwei Fünftel der dominikanischen Frauen bevorzugen private Kliniken für die Entbindung.